Wie passt man Hydroxychloroquin bei Nierenschaden an?
10 Fundstellen aus 6 Leitlinien ·
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Was die Fundstellen abdecken
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[1] behandelt die Dosisanpassung von Hydroxychloroquin bei eingeschränkter Nierenfunktion, [2] beschreibt die allgemeine Anwendung von Hydroxychloroquin bei Lupusnephritis und die Notwendigkeit der Dosisreduktion, [3] gibt Hinweise zur Dosisanpassung basierend auf der Nierenfunktion, [4] und [5] thematisieren die Risiken und Empfehlungen zur Überwachung bei Nierenschaden, [6] streift das Thema der Dosisanpassung bei Malariatherapie, [7] behandelt die Notwendigkeit der Dosisanpassung bei anderen Medikamenten, [8] und [9] bieten allgemeine Informationen zur Therapie mit Hydroxychloroquin, während [10] keine spezifischen Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenschaden liefert.
Fundstellen in den Leitlinien
1.060-008l_S3_Management-des-systemische-Lupus-erythematodes_2025-07.pdf — Seite 27–28 (Uebergang)
Da der SLE eine systemische Erkrankung ist, sollte das Ziel der immunsuppressiven Therapie sowohl für die LN als auch für extrarenale Manifestationen eine Remission oder eine niedrige Krankheitsaktivität sein.
2.4
Empfehlung
Neu Stand 2024
Empfehlungsgrad A
Hydroxychloroquin soll bei allen Patientinnen mit Lupusnephritis in einer Zieldosis von 5mg/kg Körpergewicht eingesetzt werden.
B
Bei einer geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) < 30 ml/min/1,73m² sollte die Dosis um 50% reduziert werden.
Evidenzgrad Level 2
Leitlinienadaptation aus EULAR /ERA-EDTA Recommendations 2019 zur Lupusnephritis, Rec 4.9 [3, 35] Teil 2: Neu
Konsens: 100%
2.090-003l_S3_Diagnose_Therapie_Glomerulonephritiden_2025-06.pdf — Seite 306
Eine jährliche Überwachung sollte bei Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren (gleichzeitige Verwendung von Tamoxifen; geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) <60 ml/min pro 1,73 m2; Hydroxychloroquin-Dosis >5 mg/kg/d; Verwendung von Chloroquin) nach 1 Jahr oder andernfalls nach 5 Jahren Therapiebeginn erstmalig durchgeführt werden (52).
3.060-008l_S3_Management-des-systemische-Lupus-erythematodes_2025-07.pdf — Seite 14
Nachdem bisher die HCQ-Dosis 5 mg/kg reales Körpergewicht/Tag nicht überschreiten sollte, andererseits niedrigere Dosen eine eingeschränkte Wirksamkeit haben können, wird bis zum Vorhandensein von mehr Daten zur Nutzen-Risiko-Evaluation unterschiedlicher Dosierungen nunmehr eine Zieldosis von 5 mg/kg KG/Tag festgelegt.
4.185-005l_S2k_Systemischer-Lupus-erythematodes-Beginn-Kindes-Jugendalter-jSLE_2026-05.pdf — Seite 55–56 (Uebergang)
Die langfristige Einnahme von HCQ in einer Dosierung >5mg/kg Kg erhöht bei Erwachsenen das Risiko für das Auftreten einer Retinopathie, dies gilt auch für PatientInnen mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR<60%) (Melles & Marmor, 2014). Zusätzliche Risikofaktoren sind vorbestehende Netzhautschäden, und eine Therapie mit Chloroquin statt mit HCQ (Kommission Pharmakotherapie der DGRh et al., 2020).
5.045-016l_S1_Augenaerztliche-Screening-Untersuchungen-Therapie-Chloroquin-Hydroxychloroquin_2025-08.pdf — Seite 8–9 (Uebergang)
3.3 Dosierungsempfehlung: Die empfohlene maximale Tagesdosis für HCQ beträgt 5,0 mg/kg Körpergewicht und für CQ 2,3 mg/kg Körpergewicht [13]. Diese Dosierungen gehen mit einem niedrigen Risiko für CQ-/HCQ-Retinopathie einher, allerdings kann eine CQ-/HCQ-Retinopathie auch bei Einhaltung der genannten Dosierungen eintreten.
6.042-001l_S1_Diagnostik-Therapie-Malaria_2025-09.pdf — Seite 20
Einige Medikamente müssen bei stark eingeschränkter Nierenfunktion in der Dosis reduziert werden oder sind kontraindiziert, Tabelle 19 gibt einen Überblick. Tabelle 19. Antiparasitäre Malaria-therapie bei eingeschränkter Nierenfunktion
7.042-001l_S1_Diagnostik-Therapie-Malaria_2025-09.pdf — Seite 21
In geringerem Maße kommen QTc-Verlängerungen auch bei Einsatz von Primaquin, Lumefantrin, Chloroquin und Hydroxychloroquin vor. Unter Therapie mit Atovaquon/Proguanil, Artesunat und Clindamycin sind keine Auswirkungen auf das QTc-Intervall zu erwarten.
8.045-016l_S1_Augenaerztliche-Screening-Untersuchungen-Therapie-Chloroquin-Hydroxychloroquin_2025-08.pdf — Seite 5–6 (Uebergang)
5. Spezielle Risikofaktoren für eine CQ-/HCQ-Retinopathie sind eine höhere als die empfohlene Dosierung, Langzeitbehandlung, Nierenerkrankungen mit reduzierter glomerulärer Filtrationsrate und die gleichzeitige Therapie mit Tamoxifen. 6. Die empfohlene maximale Tagesdosis für HCQ beträgt 5,0 mg/kg Körpergewicht und für CQ 2,3 mg/kg Körpergewicht.
9.090-003l_S3_Diagnose_Therapie_Glomerulonephritiden_2025-06.pdf — Seite 304–305 (Uebergang)
Patienten mit LN haben einen SLE und sollen Hydroxychloroquin erhalten, sofern dies nicht kontraindiziert ist.
Leitlinienadoption:
KDIGO 2024
Qualität der Evidenz: niedrig ⊕⊕⊖⊖
Tabelle S4
Konsensstärke: 100%
Abwägung von Nutzen und Schaden: Zu den berichteten Vorteilen des Einsatzes von Malariamitteln bei SLE gehören eine niedrigere Rate von Krankheitsschüben (einschließlich SLE mit Nierenbeteiligung) (24,25), höhere Therapie-Ansprechraten (24–27), ein langsameres Fortschreiten der Nierenschädigung (28,29), eine geringere Inzidenz von kardiovaskulären (CV) und thrombotischen Ereignissen bei Patienten mit Antiphospholipid-Antikörpern (30–33), weniger Organschäden (28,34–38), ein verbessertes Lipidprofil (39,40), und eine bessere Erhaltung der Knochenmasse (41). Die Anwendung von Hydroxychloroquin in der Schwangerschaft wurde mit einem Rückgang der SLE-Aktivität und einem zufriedenstellenden Sicherheitsprofil sowohl bei der Mutter als auch beim Fötus in Verbindung gebracht (42–44).
10.2025-02_053-048l_S3_Versorgung-PatientInnen-chronische-nicht-nierenersatz-therpapiepflichtige-Nierenkrankheit-Hausarztpraxis_01.pdf — Seite 102–103 (Uebergang)
(g www.dosing.de): n Allopurinol kann akute tubuläre Nekrosen, interstitielle Nephritis und Nephrolithiasis verursachen. Bei einer eGFR von 10-20 ml/min/1,73 m2 soll Allopurinol auf 100-200 mg/d, ab einer eGFR < 10 ml/min/1,73 m2 auf 100 mg/d reduziert werden.
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