Fundstellen in den Leitlinien
1. Diagnostik und Therapie der Schistosomiasis (Bilharziose)
AWMF 042-005 · S1 · Stand 12/2017 · Seite 22–23 von 49 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen
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Der Ausschnitt thematisiert die Anwendung von Praziquantel in der Schwangerschaft, inklusive Risikoabwägung und Empfehlungen der WHO.
Besonderheiten bei Frauen bzw. Schwangeren: Bis heute konnten keine mutagenen, teratogenen oder embryotoxischen Wirkungen des Praziquantels nachgewiesen. Trotzdem sollte - nach Risikoabwägung - eine Behandlung erst nach Abschluss der Schwangerschaft erfolgen. Die WHO befürwortet die Therapie der Bilharziose in der Schwangerschaft, weil zumindest bei Blasenbilharziose, die Schädigung des Fetus durch die Schistosomiasis größer ist als durch eine Praziquantel-Therapie.
2. Diagnostik und Therapie der Schistosomiasis (Bilharziose)
AWMF 042-005 · S1 · Stand 12/2017 · Seite 34–35 von 49 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen
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Der Ausschnitt thematisiert die Bewertung von Praziquantel in der Schwangerschaft und die Abwägung zwischen Kontraindikation und möglichen Risiken für Mutter und Fötus.
S1-Leitlinie 042-005„Diagnostik und Therapie der Schistosomiasis (Bilharziose) aktueller Stand: 10/2017 Seite 35 von 49 Besondere Patientengruppen Praziquantel galt in der Schwangerschaft wegen unzureichender Erfahrungen als kontraindiziert. Andererseits kann die Bilharziose negative Auswirkungen nicht nur auf die Mutter sondern auch auf den Fötus haben. Ein Expertenkomittee der WHO (2002) hat sich nach Sichtung der vorliegenden Daten darauf verständigt, dass die Schwangerschaft zumindest nach dem ersten Trimenon keine absolute Kontraindikation für die Behandlung mit Praziquantel darstellt (Adam 2004).
3. Tuberkulose im Erwachsenenalter
AWMF 020-019 · S2k · Stand 09/2023 · Seite 66–67 von 235
Empfehlung · starker Konsens
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Der Ausschnitt behandelt die Therapie der Tuberkulose in Schwangerschaft und Stillzeit, nicht die Anwendung von Praziquantel bei Schistosomiasis.
Eine TB-Erkrankung soll auch während der Schwangerschaft behandelt werden, da sie ein Risiko für Mutter und Kind darstellt. Die Medikamente der Standardtherapie Isoniazid, Rifampicin, Pyrazinamid und Ethambutol werden als ausreichend sicher bewertet, um sie auch 66
4. Diagnostik und Therapie der Schistosomiasis (Bilharziose)
AWMF 042-005 · S1 · Stand 12/2017 · Seite 32–33 von 49 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen
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Der Ausschnitt behandelt die Therapie der Schistosomiasis mit Praziquantel, aber nicht die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit.
Antiparasitäre Therapie Zur Therapie der Schistosomiasis steht praktisch nur Praziquantel zur Verfügung. Es ist fraglich, ob in Einzelfällen Resistenzen vorkommen (Wang 2012). Alternativmedikamente sind Metrifonat zur Therapie der S. haematobium-Infektion und Oxamniquine zur Therapie der S. mansoni-Infektion – beide Medikamente sind in der Regel nicht verfügbar.
5. Diagnostik und Therapie der Schistosomiasis (Bilharziose)
AWMF 042-005 · S1 · Stand 12/2017 · Seite 16–17 von 49 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen
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Der Ausschnitt enthält keine Angaben zur Anwendung von Praziquantel in Schwangerschaft und Stillzeit.
Erläuterung: Praziquantel wirkt nur unzureichend auf juvenile Schistosomen. Zusätzlich gibt es Anhalt dafür, dass eine Therapie in diesem Stadium zu einer Verschlechterung des Zustandes der Patienten führen kann. Therapie der S. haematobium oder S. mansoni-Infektion (und der Doppelinfektion)
6. Diagnostik und Therapie der Schistosomiasis (Bilharziose)
AWMF 042-005 · S1 · Stand 12/2017 · Seite 17–18 von 49 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen
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Der Ausschnitt behandelt Nebenwirkungen, Kontraindikationen und Interaktionen von Praziquantel, nicht die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit.
Nebenwirkungen: meist gering: Schwindel, Benommenheit, Fieber, gastrointestinale Beschwerden; selten urtikarielle Hautreaktionen Kontraindikationen: keine, bei schweren Leberfunktionsstörungen Behandlung nur über 1 Tag Interaktionen: gleichzeitige Gabe von Cimetidin kann Plasma-Konzentrationen erhöhen gleichzeitige Gabe von Chloroquin kann Bioverfügbarkeit herabsetzen
7. Diagnostik und Therapie der Schistosomiasis (Bilharziose)
AWMF 042-005 · S1 · Stand 12/2017 · Seite 28 von 49 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen
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Der Ausschnitt behandelt die Methodik der Literatursuche und Evidenzbewertung, nicht die Anwendung von Praziquantel in Schwangerschaft und Stillzeit.
S1-Leitlinie 042-005„Diagnostik und Therapie der Schistosomiasis (Bilharziose) aktueller Stand: 10/2017 Seite 28 von 49 Es erfolgte eine umfassende Literatursuche in Medline und im Cochrane-Register. Es gab keine Sprachbegrenzung. Es wurde kein Zeitraum für die Publikationen festgelegt (Praziquantel als zurzeit einziges Medikament ist seit 1980 verfügbar, Publikationen ab diesem Zeitpunkt wurden berücksichtigt).
8. Diagnostik und Therapie der Malaria
AWMF 042-001 · S1 · Stand 09/2025 · Seite 19 von 40
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Der Ausschnitt behandelt die Therapie von Malaria in Schwangerschaft und Stillzeit, nicht die Anwendung von Praziquantel bei Schistosomiasis.
4.3.2. Schwangere Grundsätzlich sollte bei einer Malaria in der Schwangerschaft oder während der Stillzeit immer Rücksprache mit einer tropenmedizinischen Institution gehalten werden. Es ist zu beachten, dass die Therapieempfehlungen für Schwangere größtenteils einem Off-Label-Use entsprechen bzw. die Substanzen in Deutschland nicht zugelassen sind.
9. Diagnostik und Therapie der Loiasis (Afrikanischer Augenwurm)
AWMF 042-011 · S1 · Stand 06/2024 · Seite 20–21 von 38
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Der Ausschnitt thematisiert spezielle Patientenpopulationen bei Loiasis, wobei Schwangerschaft und Stillzeit als Unterpunkt genannt werden, aber keine konkreten Angaben zu Praziquantel enthalten sind.
c. Spezielle Patientenpopulationen
10. Tuberkulose im Erwachsenenalter
AWMF 020-019 · S2k · Stand 09/2023 · Seite 113–114 von 235
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Der Ausschnitt behandelt die Therapie von Tuberkulose in Schwangerschaft und Stillzeit und ist nicht relevant für die Anwendung von Praziquantel bei Schistosomiasis.
Die Therapie einer Rifampicin-resistenten TB oder MDR-TB sollte auch in der Schwangerschaft individualisiert zusammengestellt und über mindestens 18 Monate durchgeführt werden. Wenn möglich sollte dabei in Schwangerschaft und Stillzeit auf Amikacin und Protionamid verzichtet werden, da potentiell teratogene Effekte beobachtet wurden [57]. Die Gabe dieser Substanzen in Unkenntnis einer Schwangerschaft stellen jedoch keine Indikation zum Schwangerschaftsabbruch oder für eine invasive pränatale Diagnostik dar (http://www.embryotox.de) [162].