Anfragespezifische Suche in den AWMF-Leitlinien

Wie ist der Untersuchungsablauf bei COPD und Asbestexposition?

10 Fundstellen aus 3 Leitlinien · Stand

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Fundstellen in den Leitlinien

1. Fachärztliche Diagnostik und Therapie der COPD

AWMF 020-006 · S2k · Stand 03/2026 · Seite 38–39 von 177

Der Ausschnitt beschreibt die apparative Diagnostik zur COPD-Diagnose, insbesondere die Lungenfunktionsprüfung und deren Kriterien.

Um die Diagnose einer COPD zu stellen, sollte neben der Erhebung der Anamnese und der körperlichen Untersuchung eine Lungenfunktionsprüfung erfolgen. Diese dient der Dokumentation einer Obstruktion, die von der globalen Initiative GOLD definiert ist als post-bronchodilatatorisch gemessener Quotient FEV_1/FVC < 0,7. In Deutschland soll jedoch primär als diagnosesichernd verwendet werden, dass der FEV_1/FVC-Quotient unter der unteren Normgrenze (lower limit of normal, LLN) liegt.

2. Diagnostik und Begutachtung asbestbedingter Berufskrankheiten

AWMF 002-038 · S2k · Stand 01/2021 · Seite 83 von 99 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen

Der Ausschnitt beschreibt die durchzuführenden Lungenfunktionsanalysen und diagnostischen Parameter zur Beurteilung von asbestbedingten Berufskrankheiten, inklusive der relevanten Untersuchungen für COPD und Asbestexposition.

Für die Beurteilung der Folgen einer BK-Nr. 4103 sind sämtliche relevanten Lungenfunktionsanalysen (eine umfassende Funktionsprüfung des kardiopulmonalen Systems einschließlich Bestimmung der CO- Diffusionskapazität und des Gasaustausches unter zumindest submaximaler Belastung, nach Möglich- keit mit Spiroergometrie) im Begutachtungsverfahren durchzuführen. Dies bedeutet den routinemäßigen Einschluss der diagnostisch relevanten Parameter im Hinblick auf eine restriktive Ventilationsstörung, eine obstruktive Ventilationsstörung der großen und kleinen Atemwege sowie des Gasaustausches. Ziel- führend ist die Ermittlung der pulmokardialen Leistungsbreite mittels spiroergometrischer Ausbelastung.

3. Diagnostik und Begutachtung asbestbedingter Berufskrankheiten

AWMF 002-038 · S2k · Stand 01/2021 · Seite 56 von 99 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen

Der Ausschnitt beschreibt die qualitätsgesicherte Lungenfunktionsprüfung und spezifische Untersuchungen zur Diagnostik bei asbestbedingten Erkrankungen, die auch bei COPD relevant sind.

Die Erfassung und Quantifizierung von Funktionseinschränkungen der Lunge, die vorrangig für die MdE- Ermittlung bei der BK-Nr. 4103 bedeutsam sind, erfordern eine qualitätsgesicherte vollständige Lungen- funktionsprüfung auf Basis der Empfehlungen der wissenschaftlichen Fachgesellschaften [42,38,48,263,266-267]. Durchgeführt und graphisch dokumentiert werden müssen die Spirometrie mit Fluß-Volumen-Kurve, Ganzkörperplethysmographie (bei Obstruktion oder Lungenüberblähung mit Bronchodilatationstest), die Bestimmung der Transferfaktors für Kohlenmonoxid (Diffusionskapazität), die Blutgase in Ruhe - und wenn nicht kontraindiziert ergänzend unter Belastung – gegebenenfalls Spiroergometrie. Mit Hilfe der Spiroergometrie können die Reaktionen von Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel auf die kardio- pulmonale Leistungsfähigkeit auch bei asbestbedingten Erkrankungen qualitativ und quantitativ unter- sucht werden.

4. Diagnostik und Begutachtung asbestbedingter Berufskrankheiten

AWMF 002-038 · S2k · Stand 01/2021 · Seite 27–28 von 99 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen

Der Ausschnitt beschreibt die radiologische Diagnostik asbestbedingter Veränderungen, insbesondere die Basisuntersuchung bei Asbestexposition.

4.3 Radiologische Diagnostik asbestbedingter Veränderungen der Pleura und/oder der Lunge Bisher ist die Basisuntersuchung in der arbeitsmedizinischen Vorsorge nach Asbestexposition traditionell die konventionelle Röntgenaufnahme des Thorax im p. a.-Strahlengang (vgl. 3.3.3). Liegt bei einem Ver- sicherten bereits ein aus anderer Indikation durchgeführtes CT/HRCT des Thorax vor, muss dieses her- angezogen und erneut hinsichtlich von Befunden, die mit asbestfaserstaubinduzierten Veränderungen

5. Diagnostik und Begutachtung asbestbedingter Berufskrankheiten

AWMF 002-038 · S2k · Stand 01/2021 · Seite 53 von 99 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen

Der Ausschnitt beschreibt die diagnostischen Schritte bei Verdacht auf asbestbedingte Erkrankungen, insbesondere die Bildgebung.

Die wesentlichen diagnostischen Schritte der BK-Nr. 4103 sind im Algorithmus „Diagnostik- und Zusammenhangsbeurteilung bei BK 4103“ (Abbildung 1, Kapitel 5.4.1) dargestellt. Der Verdacht auf eine asbestfaserinduzierte Erkrankung von Lunge u./o. Pleura wird in der Mehrzahl der Fälle zunächst anhand einer konventionellen Röntgenaufnahme des Thorax geäußert.

6. Diagnostik und Begutachtung asbestbedingter Berufskrankheiten

AWMF 002-038 · S2k · Stand 01/2021 · Seite 50–51 von 99 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen

Der Ausschnitt beschreibt die Anforderungen an die Diagnostik bei Asbestexposition, insbesondere die Notwendigkeit einer gründlichen Anamnese unter Berücksichtigung der Latenzzeit.

5.2 Diagnostik Eine hohe Qualität des medizinischen Gutachtens setzt qualifizierte arbeitsmedizinische, internistische oder pneumologische Feststellungen voraus. Die individuellen Besonderheiten einer Asbestfaserstaub- Einwirkung können in der Regel nur durch eine gründliche, sachverständige und lückenlose Arbeitsplatz- und Berufsanamnese in Erfahrung gebracht werden. Hierbei ist die jahrzehntelange Latenzzeit seit Be- ginn der Asbestfaserstaub-Einwirkung zu berücksichtigen.

7. Diagnostik und Begutachtung asbestbedingter Berufskrankheiten

AWMF 002-038 · S2k · Stand 01/2021 · Seite 34 von 99 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen

Der Ausschnitt thematisiert die Rolle der transbronchialen Biopsie in der Diagnostik asbestbedingter Lungenerkrankungen und deren begrenzte Aussagekraft.

4.4.2.3 Transbronchiale Biopsie (TBB) Eine transbronchiale Biopsie ist zur diagnostischen Sicherung einer durch Asbestexposition erworbenen interstitiellen Lungenerkrankung bzw. zur Differentialdiagnose von anderen interstitiellen Erkrankungen nur bedingt aussagekräftig und in der Regel nicht indiziert. Auch bei der TBB handelt es sich in diesem Zusammenhang um keine mitwirkungspflichtige Untersuchung. Die für die Asbestose typischen histolo- gischen Muster einer UIP (usual interstitial pneumonia, mit Nachweis von Fibroblasten-Foci) können auch bei anderen interstitiellen Lungenerkrankungen, insbesondere bei der im eigentlichen Sinne idiopathi-

8. Diagnostik und Begutachtung asbestbedingter Berufskrankheiten

AWMF 002-038 · S2k · Stand 01/2021 · Seite 79–80 von 99 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen

Der Ausschnitt beschreibt das erweiterte Vorsorgeangebot der DGUV für asbestexponierte Personen mit COPD-Risikofaktoren, inklusive des Untersuchungsablaufs mit LD-HRCT und Beratungsgespräch.

5.9.2 Erweitertes Vorsorgeangebot der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) Der bekannte überadditive Effekt von Asbestexposition und Tabakrauchkonsum [315], legt nahe, dass eine jährliche LD-HRCT-Untersuchung der Lunge bei ehemals asbestexponierten Raucherinnen und Rauchern sinnvoll sein kann. 80 Die DGUV bietet deshalb auf der Basis der NLST-Ergebnisse seit 2014 für Personen mit einer anerkann- ten BK-Nr. 4103, die ein bestimmtes Risikoprofil aufweisen, in jährlichen Abständen eine LD-HRCT-Un- tersuchung an.

9. Fachärztliche Diagnostik und Therapie der COPD

AWMF 020-006 · S2k · Stand 03/2026 · Seite 37–38 von 177

Der Ausschnitt beschreibt den apparativen Diagnostikablauf bei COPD, inklusive der relevanten Untersuchungen.

Abbildung 1: Apparative Diagnostik und Flowchart bei Erstdiagnose COPD und im Verlauf. #### Anamnestisches und Klinisches Bild einer COPD - Fachärztliche Basisdiagnostik - Spirometrie - prä-bronchodilatatorisch - Bodyplethysmographie - prä-bronchodilatatorisch - Gasaustausch - Transferfaktor - SpO₂, ggf. BGA

10. Schutz vor Über- und Unterversorgung - gemeinsam entscheiden (Living Guideline)

AWMF 053-045LG · S2e · Stand 04/2026 · Seite 41–42 von 128

Der Ausschnitt beschreibt, unter welchen Bedingungen eine CT-Untersuchung bei COPD in Betracht kommt, insbesondere bei Unsicherheit nach Basisdiagnostik oder inadäquatem Therapieansprechen.

Wenn aber nach Ausschöpfung der Basisdiagnostik, insbesondere auch der potentiell günstigeren und leichter verfügbaren Untersuchungen wie Ganzkörperplethysmographie und DLCO, weiterhin Unsicherheit besteht oder wenn sich im Verlauf der Behandlung nur unzureichende Behandlungsergebnisse einstellen, sieht die Leitliniengruppe Handlungsbedarf und die Notwendigkeit, die Ursachen angemessen abzuklären. Dazu dient die Computertomographie. Deshalb spricht die Leitliniengruppe für diese Situation eine starke Empfehlung aus.

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