Anfragespezifische Suche in den AWMF-Leitlinien

Welches Vorgehen wird bei der Bemusterung von Inkontinenzmaterial empfohlen?

10 Fundstellen aus 2 Leitlinien · Stand

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Fundstellen in den Leitlinien

1. Hilfsmittelberatung bei Harninkontinenz

AWMF 043-054 · S2k · Stand 02/2025 · Seite 21 von 28

Der Ausschnitt beschreibt das empfohlene Vorgehen bei der Bemusterung von Inkontinenzmaterial, inklusive der Anzahl und Art der zu testenden Produkte.

5. Bemusterung Eine Bemusterung mit Inkontinenzmaterial ist sinnvoll und am Ende kostensparend durch die Vermeidung einer Fehlversorgung. Das bedeutet, dass ein Patient die Gelegenheit erhalten soll, verschiedene erstattungsfähige Produkte zu testen, bevor vom Versorger (Apotheke, Sanitätshaus) ein definitives Produkt für einen längeren Zeitraum ausgegeben wird.

2. Hilfsmittelberatung bei Harninkontinenz

AWMF 043-054 · S2k · Stand 02/2025 · Seite 18 von 28

Empfehlung · starker Konsens

Der Ausschnitt beschreibt das empfohlene Vorgehen bei der Beratung und Bemusterung von Inkontinenzmaterial, inklusive Erstgespräch, Demonstration und Reevaluation.

18 Folgende Punkte sollten in einem Erstgespräch bei der Beratung zur Versorgung mit Kontinenzprodukten thematisiert werden: • Allgemeine Informationen o medizinische und kontinenzbezogene Anamnese, bisherige Behandlung, beteiligte Ärzte o psychosoziale Situation o Mobilität o aktuelle Pflege und Versorgung o Ziele, Erwartungen, Lebensqualitätsaspekte o Versicherungssituation, finanzielle Ressourcen • Hilfsmittelbezogene Beratung o bisherige Erfahrungen mit Inkontinenzversorgung o Klärung der Leistung und Limitation einer Hilfsmittelversorgung o Erläuterung und Demonstration möglicher Inkontinenzprodukte o praktische Anleitung zur Verwendung von Inkontinenzprodukten, wenn geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. o Darstellung und Vorbeugung typischer Problemsituationen, Komplikationen wie Infekte oder Hautschäden und Grenzen einer Hilfsmittelversorgung XX Nach der Initialberatung soll eine Reevaluation, ggf. eine Anpassung und Nachberatung der getesteten Versorgung angeboten und dokumentiert werden (Laufzettel Beratungsteil).

3. Hilfsmittelberatung bei Harninkontinenz

AWMF 043-054 · S2k · Stand 02/2025 · Seite 4–5 von 28

Der Ausschnitt beschreibt den strukturierten Beratungsprozess bei der Hilfsmittelversorgung, insbesondere die Schritte zur Bemusterung von Inkontinenzmaterial.

- Ärztliche Triggerung - Diagnose: Inkontinenz - Indikation Hilfsmittel - Filterung: Red flags - Rezept Hilfsmittel - Patientenseitige Triggerung - Überprüfung Indikation bei Patiententriggerung - Filterung: Red flags

4. Hilfsmittelberatung bei Harninkontinenz

AWMF 043-054 · S2k · Stand 02/2025 · Seite 8–9 von 28

Der Ausschnitt geht um die Berücksichtigung des Schweregrads der Harninkontinenz für die Hilfsmittelversorgung.

**VII Für eine ausreichende und angemessene Hilfsmittelversorgung soll der Schweregrad der Harninkontinenz berücksichtigt werden.

5. Hilfsmittelberatung bei Harninkontinenz

AWMF 043-054 · S2k · Stand 02/2025 · Seite 10–11 von 28

Der Ausschnitt thematisiert die Berücksichtigung individueller Faktoren wie Lebensumstände, Mobilität und Inkontinenzausprägung für die Hilfsmittelversorgung, was für die Bemusterung relevant ist.

2.2. Patientenrelevante Informationen X Für eine individuelle Hilfsmittelversorgung sollen die Lebensumstände, die Mobilität und die individuellen Ziele des Patienten bekannt sein. 20/20, starker Konsens, starke Empfehlung Die Ausprägung einer Harninkontinenz wird durch die Inkontinenzform, den Inkontinenzschweregrad und die Mobilität des Betroffenen bestimmt.

6. Hilfsmittelberatung bei Harninkontinenz

AWMF 043-054 · S2k · Stand 02/2025 · Seite 2 von 28

Der Ausschnitt thematisiert die Bewertung der Bemusterung von Inkontinenzmaterial und deren Mängel, was für die Frage nach dem empfohlenen Vorgehen relevant ist.

Bewertet wurden die Beratungsleistung selbst, die Gesprächsatmosphäre und -umgebung, die Art und der Umfang der Bemusterung und die Beratung zur Erstattung bzw. Zuzahlung.

7. Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten - Diagnostik und Therapie

AWMF 084-001 · S2k · Stand 01/2024 · Seite 99–100 von 148

Der Ausschnitt beschreibt die individuell angepasste Auswahl von Inkontinenzmaterial und die relevanten Kriterien dafür.

Körpernahe aufsaugende Hilfsmittel sollten individuell für den einzelnen Patienten aus- gesucht werden. Eine Einheitsversorgung für alle Patienten einer Institution ist abzu- lehnen. Zu fordern ist: • Anpassung an den Inkontinenzschweregrad („so klein wie möglich, so groß wie nötig“) • Bevorzugung von anatomisch geformten Produkten • optimale Flüssigkeitsbindung (keine reinen Zellstoffprodukte) • Geruchsabsorption • geringe Geräuschentwicklung • gute Handhabung bei Anlage und Befestigung • Sicherheit vor Verrutschen Suchstrategie: Diapers OR pads AND geriatric patients: 53 Treffer, nach Ausschluss von Untersuchungen die anhand des Vorlagenverbrauches die Effektivität anderer, z.B. ope- rativer Therapieverfahren untersuchten, nach Ausschluss von Reviews und epidemiolo- gischen Untersuchungen verbleibt eine vergleichende Studie, die die Patientenpräferenz einer Vorlagenversorgung gegenüber medikamentösen oder verhaltenstherapeutischen Therapieverfahren untersuchte.

8. Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten - Diagnostik und Therapie

AWMF 084-001 · S2k · Stand 01/2024 · Seite 16–17 von 148

Der Ausschnitt enthält eine Empfehlung zur Erst- und Basisuntersuchung bei geriatrischen Patienten, nicht zur Bemusterung von Inkontinenzmaterial.

2.7. Empfehlung ### 2.7.1. Die Erst- und Basisuntersuchung eines geriatrischen Patienten soll anhand einer gezielten Anamnese (ggf. ergänzt um ein Miktionsprotokoll), einer Urinuntersuchung und Restharnbestimmung sowie der körperlichen (inkl. vaginalen/rektalen Untersuchung) erfolgen.

9. Hilfsmittelberatung bei Harninkontinenz

AWMF 043-054 · S2k · Stand 02/2025 · Seite 3–4 von 28

Der Ausschnitt beschreibt den Prozess der Hilfsmittelversorgung und die beteiligten Akteure, was für die Frage nach dem empfohlenen Vorgehen bei der Bemusterung relevant ist.

Der Prozess der Hilfsmittelversorgung vom Rezept bis zur Auslieferung umfasst viele Schnittstellen und Akteure unterschiedlicher Professionen und Fachrichtungen. Gelebte Praxis ist, dass neben der ärztlichen Hilfsmittelversorgung der Betroffene selbst eine Beratungsleistung, zumeist bei leichter Harninkontinenz nachsucht. Dies gilt auch für pflegende oder betreuende Angehörige Auf der Seite der die Beratung Leistenden handelt es sich um verschiedenste Berufsgruppen (Apotheker, Pharmazeutisch-technische Assistentinnen, Sanitätshausmitarbeiter, Call-Center-Mitarbeiter, Pflegefachpersonen in Kontinenzzentren oder Homecare-Unternehmen).

10. Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten - Diagnostik und Therapie

AWMF 084-001 · S2k · Stand 01/2024 · Seite 35 von 148

Der Ausschnitt behandelt Empfehlungen zum Screening auf Harninkontinenz bei geriatrischen Patienten, nicht die Bemusterung von Inkontinenzmaterial.

Bei geriatrischen Menschen sollte ein Screening auf Harninkontinenz durchgeführt werden, weil das Thema schambehaftet ist und deshalb von betroffenen Patienten oft nicht selbst angesprochen wird.

Empfehlung Sollte starker Konsens modifiziert 2023 --- --- --- ---

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