Fundstellen in den Leitlinien
1. Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen
AWMF 060-010 · S3 · Seite 23–24 von 70
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Der Ausschnitt beschreibt die Assoziation von MTX bei RA mit einer Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse und Mortalität sowie die quantitativen Ergebnisse dazu.
Evidenz aus der SLR zeigt konsistent, dass eine Therapie mit MTX bei RA-Patient:innen mit einer Reduktion CV Ereignisse und der CV Mortalität assoziiert ist. In der in unserer SLR berücksichtigten Übersichtsarbeit von Sun et al.
2. Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen
AWMF 060-010 · S3 · Seite 22–23 von 70
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Der Ausschnitt thematisiert die Evidenz und Empfehlung zum kardiovaskulären Nutzen von Methotrexat bei RA, insbesondere die Assoziation mit niedrigeren kardiovaskulären Ereignissen.
| 2.3 | Evidenzbasierte Empfehlung | Neu |
|---|
| Empfehlungsgrad B fl | Bei RA-Patient:innen sollte Methotrexat (MTX) bei bestehender Indikation eingesetzt werden, auch um CV Risiken zu minimieren. | |
| Evidenzgrad Level 2 | (74, 75) | |
| Konsensstärke: Starker Konsens (Zustimmung 20/20, Enthaltungen 0/20, Gegenstimmen 0/20) | |
Evidenzgrundlage: Primär aggregierte Evidenz (Metaanalysen/Reviews) überwiegend beobachtend; bei RA konsistente Assoziation MTX ↔ niedrigere CV Ereignisse; RCT-Endpunktdaten fehlen.
3. Therapie der Psoriasis vulgaris
AWMF 013-001 · S3 · Stand 02/2026 · Seite 151 von 237 · ⚠ Neuere Fassung verfügbar
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Der Ausschnitt thematisiert das kardiovaskuläre Risiko bei Psoriasis und erwähnt explizit, dass MTX mit einem verringerten Risiko für kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität bei RA assoziiert ist.
Im Gegensatz dazu erhöhen systemische Retinoide (d. h. Acitretin) häufig die Serumtriglyceride und das Choleste- rin, indem sie Lipoproteine hoher Dichte zu Lipoproteinen niedriger Dichte verschieben 263,264. In ähnlicher Weise kann Ciclosporin die Serumlipide, den Plasmaglukose-Gehalt und den Blutdruck dosisabhängig erhöhen 216,265. Die Therapie mit MTX ist mit einem verringerten Risiko für kardi- ovaskuläre Morbidität und Mortalität bei Patientinnen mit RA sowie bei Patientinnen mit Pso- riasis und Psoriasisarthritis verbunden 266-269. In einer longitudinalen Kohortenstudie mit 6902 Patientinnen mit Psoriasis stellten Ahlehoff et al. fest, dass die Behandlung mit Methotrexat im Vergleich zu Patientinnen, die mit anderen antipsoriatischen Therapien wie Ciclosporin und Retinoiden behandelt wurden, mit einem verringerten Risiko kardiovaskulärer Ereignisse asso- ziiert war 270. Die Methotrexat-Therapie verringert die Intima-Media-Dicke der Karotis (ein Mar- ker der Arteriosklerose) bei Patient*innen mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis 271. Präkli- nische und Pilotstudien deuten auf mögliche kardioprotektive Wirkungen von Apremilast und Fumaraten hin, aber es gibt keine klinischen Beweise dafür, dass diese das kardiovaskuläre Risiko beeinflussen 187,272.
4. Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen
AWMF 060-010 · S3 · Seite 25–26 von 70
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Der Ausschnitt thematisiert kardiovaskuläre Effekte von HCQ und TNF-Inhibitoren bei RA, nicht von MTX.
In einer nach dem Zeitraum der SLR veröffentlichten Kohortenstudie fand sich für eine HCQ-Exposition innerhalb der letzten 365 Tage ein niedrigeres Risiko für zusammengesetzte CV Ereignisse (OR 0,63; 95 % KI 0,57-0,69) sowie für MI (OR 0,72; 0,60-0,85), Schlaganfall (OR 0,69; 0,60-0,81) und andere thromboembolische Ereignisse (OR 0,58; 0,49-0,69).
5. Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen
AWMF 060-010 · S3 · Seite 28 von 70
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Der Ausschnitt thematisiert die kardiovaskuläre Risikoreduktion durch TNFi bei RA, nicht durch MTX, und ist daher nicht relevant für die Frage.
Insgesamt stützen die Daten aus unserer SLR, Metaanalysen klinischer Endpunkte und Surrogatmarker den Einsatz von TNFi bei bestehender rheumatologischer Indikation auch unter dem Aspekt eines potentiell günstigeren CV Risikoprofils. Die CV Risikoreduktion ist dabei plausibel vor allem als Konsequenz effektiver Entzündungskontrolle zu interpretieren (Treat-to-Target/Remission), nicht als isolierter „kardiologischer“ Klasseneffekt unabhängig von Krankheitsaktivität.
6. Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen
AWMF 060-010 · S3 · Seite 27 von 70
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Der Ausschnitt thematisiert vaskuläre Effekte und kardiovaskuläre Endpunkte unter TNFi, nicht jedoch MTX.
Neben harten Endpunkten sprechen Surrogat-Parameter für einen günstigen vaskulären Effekt: Eine Meta-Analyse zu arterieller Steifigkeit zeigte unter TNFi eine signifikante Verbesserung der aortalen Steifigkeit (cfPWV) (mittlere Änderung −0,53 m/s; 95% KI −0,833 bis −0,218) und des Augmentation Index (AIx) (mittlere Änderung −1,48%; 95% KI −2,89 bis −0,078), wobei die PWV-Reduktion in Subanalysen unter Etanercept/Adalimumab ausgeprägter war als unter Infliximab (83). Ein neuerer systematischer Review zur vaskulären Funktion unter biologischen und zielgerichtet synthetischen DMARDs beschreibt - bei erheblicher methodischer Heterogenität - in der Mehrzahl der Studien eine Verbesserung endothelialer Funktion und arterieller Steifigkeit unter TNFi, während Effekte auf subklinische Atherosklerosemarker inkonsistent waren (84). Spezifisch zur Herzinsuffizienz (HI) ist die Evidenz heterogen und insgesamt zurückhaltend zu interpretieren: In der bDMARD-Metaanalyse war eine TNFi-Exposition gegenüber nicht-bDMARD-Exposition mit einem geringeren HI-Risiko assoziiert (OR ~0,83).
7. Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen
AWMF 060-010 · S3 · Seite 30 von 70
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Der Ausschnitt behandelt kardiovaskuläre Risiken unter JAK-Inhibitoren bei RA und ist nicht relevant für die Frage zu MTX.
2.7 Kardiovaskuläres Risiko unter Therapie mit JAK-Inhibitoren
| 2.7 | Evidenzbasierte Empfehlung | Neu |
|---|
| Empfehlungsgrad B ↑ | JAK-Inhibitoren sollten bei RA Patient:innen mit zusätzlichen CV Risikofaktoren und/oder stattgehabtem CV Ereignis nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden. | |
| Evidenzgrad Level 1-2b | LoE 1a: (93, 94); LoE 2a: (80, 95); (LoE: 1b: (96-101) nicht in SLR bewertet) | |
| Konsensstärke: Starker Konsens (Zustimmung 19/20, Enthaltungen 1/20, Gegenstimmen 0/20) | |
Evidenzgrundlage: aggregierte RCT-Metaanalysen: kurzfristig kein klares Signal (niedrige Ereignisraten/kurzes Follow-up); Sicherheits-RCT in Hochrisiko + Real-World-Daten: divergente Befunde → risikokonstellationsabhängiges Profil.
8. Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen
AWMF 060-010 · S3 · Seite 4–5 von 70
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Der Ausschnitt erwähnt, dass Methotrexat bei rheumatoider Arthritis unter Berücksichtigung des kardiovaskulären Risikos eingesetzt werden soll.
(2.1, 2.2) Therapiewahl bei RA auch kardiovaskulär orientieren: Bei rheumatoider Arthritis (RA) sollten Methotrexat, TNF-Inhibitoren sowie Abatacept oder IL-6-Inhibitoren bei bestehender Indikation auch unter Berücksichtigung des kardiovaskulären Risikos eingesetzt werden.
9. Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen
AWMF 060-010 · S3 · Seite 49–50 von 70
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Der Ausschnitt thematisiert spezifische kardioprotektive Effekte von DMARD-Klassen wie MTX und fragt, ob diese über die Inflammationskontrolle hinausgehen.
Entzündung vs. spezifische vaskuläre Wirkmechanismen: In welchem Umfang sind “kardioprotektive” Effekte einzelner DMARD-Klassen (z. B. MTX, TNFi, Abatacept, IL-6-Inhibition, HCQ) rein über Inflammationskontrolle erklärbar und was sind spezifische Mechanismen?
10. Hausärztliche Risikoberatung zur kardiovaskulären Prävention
AWMF 053-024 · S3 · Stand 11/2025 · Seite 15–16 von 235
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Der Ausschnitt behandelt kardiovaskuläre Risikoberatung bei Diabetes mellitus und allgemeine präventive Maßnahmen, nicht die kardiovaskulären Vorteile von MTX bei RA.
7-3 a) Bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 soll das kardiovaskuläre Risiko kalkuliert werden. b) Bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 sollte bei der Kalkulation des kardiovaskulären Risikos das durchschnittliche HbA1c des letzten Jahres mit einbezogen werden. 7-4 Bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 sollte das Mikroalbumin im Urin (Urinschnelltest) nicht routinemäßig bestimmt werden. 7-5 Weil bei Menschen mit Typ 1 DM und Mikroalbuminurie das kardiovaskuläre Risiko im Vergleich zu Menschen ohne DM etwa 3-fach erhöht ist, soll jährlich die UACR im Urin bestimmt werden.