Anfragespezifische Suche in den AWMF-Leitlinien

Welche Beatmungsformen sind bei zentralen Atemantriebsstörungen kontraindiziert?

10 Fundstellen aus 8 Leitlinien · Stand

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Fundstellen in den Leitlinien

1. Prolongierte Beatmungsentwöhnung in der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation

AWMF 080-002 · S2k · Stand 07/2025 · Seite 37 von 107

Empfehlung · starker Konsens

Der Ausschnitt listet explizit zentrale Atemantriebsstörungen als Kontraindikation für eine bestimmte Beatmungsform auf.

Kontraindikationen gegen diese Beatmungsform sind: - zentrale Atemantriebsstörungen - mangelnde Kooperation - fehlende Schutzreflexe - unzureichendes Sekret- und Speichelmanagement mit und ohne unzureichendem Hustenstoß - Dysphagie mit Aspirationsrisiko - Störung der Magenmotilität mit häufigem Erbrechen

2. Nichtinvasive Beatmung als Therapie der akuten respiratorischen Insuffizienz

AWMF 020-004 · S2k · Stand 01/2024 · Seite 10 von 110

Der Ausschnitt benennt zwingende Indikationen für invasive Beatmung, die indirekt auf Kontraindikationen für nicht-invasive Beatmung (NIV) hinweisen.

Eine zwingende Indikation zur invasiven Beatmung ergibt sich bei fehlender Spontanatmung oder Schnappatmung, bei fixierter oder funktioneller Verlegung der Atemwege oder bei Vorliegen einer gastrointestinalen Blutung oder eines Ileus (siehe Tabelle 2).

3. Invasive Beatmung und Einsatz extrakorporaler Verfahren bei akuter respiratorischer Insuffizienz

AWMF 001-021 · S3 · Stand 08/2025 · Seite 14–15 von 287

Der Ausschnitt nennt absolute Kontraindikationen für nicht-invasive Beatmung, darunter fehlende Spontanatmung und Schnappatmung, was auf zentrale Atemantriebsstörungen hinweist.

Weitere absolute Kontraindikationen für NIV sind entsprechend der S3-Leitlinie NIV [21, 22]:  Fehlende Spontanatmung, Schnappatmung  Fixierte oder funktionelle Verlegung der Atemwege  Gastrointestinale Blutung oder Ileus  Nicht-hyperkapnisch bedingtes Koma In den letzten Jahren wird auf Intensivstationen zunehmend die “High-Flow-Sauerstofftherapie“ (high flow nasal cannula, HFNC o.high flow nasal oxygen, HFNO) eingesetzt.

4. Atmung, Atemunterstützung und Beatmung bei akuter und chronischer Querschnittlähmung

AWMF 179-011 · S2k · Stand 11/2022 · Seite 23–24 von 44

Der Ausschnitt listet Kontraindikationen für die nichtinvasive Beatmung (NIV) auf, die auch bei zentralen Atemantriebsstörungen relevant sein können.

Voraussetzungen für die Durchführung der NIV sind (137): • Funktioneller Erhalt der Gesichts- und Schlundmuskulatur • Stabile Herz- und Kreislauffunktion • Fehlende schwere Bewusstseinsstörung • Fehlendes Gesichtstrauma oder chirurgische Eingriffe im Gesicht • Erfahrung des Betreuerteams Kontraindikationen sind: • Fehlende Kooperation des Patienten • Erhöhte Aspirationsgefahr bei fehlenden Schutzreflexen • Verlegungen der oberen Atemwege • Sekretverhalte, die mit nichtinvasiven Mitteln nicht beherrscht werden können

5. Nichtinvasive Beatmung als Therapie der chronischen respiratorischen Insuffizienz

AWMF 020-008 · S3 · Stand 07/2024 · Seite 79–80 von 149

Der Ausschnitt enthält eine Tabelle, die Beatmungsformen bei zentralen Atemregulationsstörungen auflistet, aber keine expliziten Kontraindikationen nennt.

Zentrale Atemregulationsstörungen, restriktive Lungenerkrankungen, LungenparenchymerkrankungenAtemwegsobstruktion
NIV (entlastende Beatmung)CPAP
InterfaceNasale Maske / nasale Prongs bei Säuglingen/Kleinkindern (cave: Mittelgesichtshypoplasie bei nasalen / Full Face Masken); anderes Interface nur in SondersituationenFull Face Maske / nasale Maske / Prongs bei Säuglingen/Kleinkindern in Abhängigkeit der Leckage
Befeuchtungaktiv bei Hustenschwäche (z.B: neuromuskulären Patienten)passiv (aktiv bei assoziierter Schluckstörung)
ModusVorzugsweise druckkontrollierter Modus mit fixierter Inspirationszeit (Ti); ggf. druckunterstützer Modus (PSV) (selten mit Volumengarantie oder Mindestvolumen)CPAP
Backup-FrequenzIm Bereich der (physiologischen bzw. tatsächlichen) Spontanatemfrequenz-
PIPTitration mit Ziel Normoventilation (PCO₂ 35-40 mmHg)-
PEEPNeuromuskuläre Erkrankungen: niedrig Lungenparenchymerkrankungen/zentrale Atemregulationsstörungen: mittel Zusätzliche Atemwegsobstruktion: hoch
CPAP-CPAP Titration bis Obstruktion beseitigt
InspirationszeitTi:Te= 1:1 bis 1:1,5-
Druckanstiegsgeschwindigkeit (Rampe)nach Patienten-Komfort-
TriggerSensibel, cave Autotriggerung-

6. Atmung, Atemunterstützung und Beatmung bei akuter und chronischer Querschnittlähmung

AWMF 179-011 · S2k · Stand 11/2022 · Seite 22 von 44

Empfehlung · starker Konsens

Der Ausschnitt thematisiert mögliche Komplikationen bei der Anwendung von Zwerchfellstimulation, insbesondere das Auftreten von obstruktiven Apnoen im Schlaf.

Auf das mögliche Auftreten von obstruktiven Apnoen im Schlaf soll bei der Anwendung geachtet werden.

7. Motoneuronerkrankungen

AWMF 030-001 · S1 · Stand 11/2021 · Seite 19–20 von 56

Der Ausschnitt enthält keine Informationen zu kontraindizierten Beatmungsformen bei zentralen Atemantriebsstörungen.

vorausschauend zu untersuchen und mit den Patientinnen über die Komplikationen frühzeitig zu sprechen, damit die medizinisch notwendigen Maßnahmen dem Wunsch der Patientinnen entsprechen. Wiederholte Erörterungen der Thematik sind sinnvoll und notwendig. Ziele der nicht invasiven Heimbeatmung (NIV) sind sowohl Symptomverbesserung als auch Erhöhung der Lebensqualität und Lebensverlängerung (Bourke et al., 2006; Mustfa et al., 2006; Radunovic et al., 2017).

8. Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen - Schlafbezogene Atmungsstörungen

AWMF 063-001 · S3 · Stand 01/2023 · Seite 30–31 von 94 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen

Der Ausschnitt beschreibt die möglichen Beatmungsmodi bei nichtinvasiver Ventilation, ohne explizit auf Kontraindikationen bei zentralen Atemantriebsstörungen einzugehen.

Die NIV kann sowohl als assistier- te, als assistiert-kontrollierte oder als rein kontrollierte Beatmung erfolgen. Es liegenkeine DatenhinsichtlichderÜber- legenheit eines Modus vor. Patienten mit neuromuskulären und thorakoskelet- talen Erkrankungen tolerieren oft den kontrollierten Modus subjektiv sehr gut, während Patienten mit COPD zumeist den assistierten Modus bevorzugen.

9. Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen - Schlafbezogene Atmungsstörungen

AWMF 063-001 · S3 · Stand 09/2020 · Seite 21–22 von 35 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen

Der Ausschnitt beschreibt die möglichen Beatmungsmodi bei NIV und dass keine Überlegenheit eines Modus belegt ist, aber keine Kontraindikationen bei zentralen Atemantriebsstörungen.

Die NIV kann als assistierte, als as- sistiert-kontrollierte oder als rein kon- trollierte Beatmung erfolgen. Es liegen keine Daten hinsichtlich der Überlegen- heit eines Modus vor.

10. Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen - Schlafbezogene Atmungsstörungen

AWMF 063-001 · S3 · Stand 01/2023 · Seite 27 von 94 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen

Der Ausschnitt nennt eine spezifische Beatmungsform, die bei zentraler Schlafapnoe mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion kontraindiziert ist.

S3-Leitlinie Schlafbezogene Atmungsstörungen ptomatischer Herzinsuffizienz (NYHA- Klasse II–IV) und reduzierter linksven- trikulärer Ejektionsfraktion (LVEF ≤ 45 %) sowie mittel- bis schwergradiger ZSA kontraindiziert.

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