Fundstellen in den Leitlinien
1. Anämiediagnostik im Kindesalter
AWMF 025-027 · S1 · Stand 06/2024 · Seite 5 von 15
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Der Ausschnitt thematisiert das Vorgehen bei ausbleibendem Ansprechen auf orale Eisentherapie und nennt mögliche Ursachen wie Resorptionsstörungen oder chronischen Blutverlust.
E. Ein Therapieansprechen auf eine orale Eisensubstitution (1-4 mg/kg/die in 1 Einzeldosis [10] unter Berücksichtigung der Verträglichkeit) ist der beste funktionelle Beweis für einen alimentären Eisenmangel. Bei ausbleibender Normalisierung muss bei gesicherter Therapieadhärenz nach anderen Ursachen für den Eisenmangel gesucht werden.
2. Restless-Legs-Syndrom (RLS)
AWMF 030-081 · S2k · Stand 03/2026 · Seite 53–54 von 72
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Der Ausschnitt thematisiert die intravenöse Eisensubstitution als Alternative bei unzureichendem Ansprechen auf orale Eisentherapie bei Kindern und Jugendlichen.
Eine prospektive Fallstudie zeigte eine intravenöse Gabe von 1,2–6,6 mg/kg KG Eisen über 2 Stunden als eine alternative, effektive Methode bei Kindern und Jugendlichen, welche eine orale Eisensubstitution nicht tolerieren oder darauf unzureichend ansprechen (155). Auf Empfehlung der Expertenkommission der IRLSSG, basierend auf klinischer Erfahrung und Daten aus der Erwachsenenmedizin, kann eine intravenöse Eisensubstitution (3–6 mg/kg KG, max. 120 mg) bei Kindern und Jugendlichen stationär unter kinderfachärztlicher Aufsicht unter folgenden Bedingungen verabreicht werden: Eine vorherige orale Eisentherapie über 3 Monate führte
3. Restless-Legs-Syndrom (RLS)
AWMF 030-081 · S2k · Stand 03/2026 · Seite 55 von 72
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Der Ausschnitt thematisiert die Eisentherapie bei Kindern und Jugendlichen mit RLS, insbesondere die Bedingungen für den Wechsel zur intravenösen Gabe bei ausbleibendem Erfolg der oralen Therapie.
- Die medikamentöse Therapie der ersten Wahl im Kindes- und Jugendalter ist die Eisensubstitution. - Bei einem Serumferritin von ≤75 µg/l und entsprechendem Beschwerdebild soll eine orale Eisentherapie erfolgen. - Eine intravenöse Eisensubstitution (3–6 mg/kg KG) (max. 120 mg) soll bei Kindern und Jugendlichen stationär unter kinderfachärztlicher Aufsicht unter folgenden Bedingungen verabreicht werden, wenn: - eine vorherige orale Eisentherapie über 3 Monate zu keinem adäquaten Erfolg führte - die orale Eisentherapie aufgrund von Nebenwirkungen abgebrochen wurde oder - die orale Eisentherapie zu keinem nennenswerten Anstieg des Serumferritinspiegels bei persistierenden Beschwerden führte.
4. Restless-Legs-Syndrom (RLS)
AWMF 030-081 · S2k · Stand 03/2026 · Seite 12 von 72
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Der Ausschnitt beschreibt die Bedingungen, unter denen eine intravenöse Eisensubstitution bei Kindern und Jugendlichen mit RLS eingesetzt wird, wenn die orale Therapie nicht anschlägt.
Eine intravenöse Eisensubstitution (3–6 mg/kg KG) (max. 120 mg) soll bei Kindern und Jugendlichen stationär unter kinderfachärztlicher Aufsicht unter folgenden Bedingungen verabreicht werden: 1. Eine vorherige orale Eisentherapie über 3 Monate führte zu keinem adäquaten Erfolg, 2. die Eisentherapie wurde aufgrund von Nebenwirkungen abgebrochen oder 3. die orale Eisentherapie ergab keinen nennenswerten Anstieg des Serumferritinspiegels bei persistierenden Beschwerden.
5. Eisenmangelanämie
AWMF 025-021 · S1 · Stand 11/2021 · Seite 5–6 von 10
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Der Ausschnitt thematisiert die parenterale Eisensubstitution als Alternative bei nicht anschlagender oraler Therapie.
Die parenterale Eisensubstitution ist lediglich bei schweren und nicht behandelbaren Resorptionsstörungen indiziert, zum Beispiel mit ``` ```markdown Eisencarboxymaltose. Auf Basis des ermittelten Eisenbedarfs wird Eisencarboxymaltose in geeigneten Dosen verabreicht.
6. Colitis ulcerosa
AWMF 021-009 · S3 · Stand 11/2025 · Seite 152–153 von 288
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Der Ausschnitt thematisiert den Vergleich von oraler und parenteraler Eisensubstitution bei Anämie, insbesondere deren Wirksamkeit und Verträglichkeit, was für die Frage nach Alternativen bei ausbleibendem Erfolg der oralen Therapie relevant ist.
Es liegen mehrere randomisierte kontrollierte Studien vor, die orale Eisenpräparate (Eisenfumarat, Eisensulfat) mit intravenösen Eisenpräparaten (Eisen-Carboxymaltose, Eisen-Sucrose, Eisen-Isomaltosid) verglichen haben^{858, 860-877}. Die Daten dieser Studien wurden in mehreren aktuellen systematischen Reviews und Metaanalysen analysiert und zeigen, dass eine parenterale Eisensubstitution im Vergleich zu einer oralen zu einem stärkeren und schnelleren Anstieg der Ferritinkonzentration und des Hb führt^{857, 878-881}.
7. Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen
AWMF 032-054OL · S3 · Stand 06/2026 · Seite 77–78 von 1088
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Der Ausschnitt thematisiert die Möglichkeiten und Einschränkungen der oralen Eisentherapie, insbesondere bei Tumor-assoziierter Anämie, und nennt Gründe für deren Scheitern.
Sofern keine Stimulation des Immunsystems durch einen aktiven Tumor, eine Infektion oder Entzündungsreaktion vorliegt, d.h. kein inhibitorischer Hepcidineffekt zu erwarten ist, ist eine orale Eisensubstitution nach den entsprechenden Leitlinien möglich [22]. Die Verwendung von Eisensalzen zur Eisentherapie wird durch gastrointestinale Nebenwirkungen eingeschränkt. Eine systematische Überprüfung placebokontrollierter Studien ergab, dass Eisensalze gastrointestinale Symptome verstärken (OR 2,32; 95 % KI: 1,74 - 3,08), insbesondere Verstopfung (12 %), Übelkeit (11 %) und Durchfall (8 %).
8. Anämiediagnostik im Kindesalter
AWMF 025-027 · S1 · Stand 06/2024 · Seite 4 von 15
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Der Ausschnitt benennt alternative Ursachen für mikrozytäre Anämien bei Kindern, die bei Nichtansprechen der oralen Eisentherapie in Betracht kommen.
Andere häufige Ursachen für mikrozytäre Anämien im Kleinkindesalter sind akute, rezidivierende und chronische Infektionen (Infektanämien), die Thalassaemia minor (D56.3) und chronische Krankheiten (D63.8) [1,5,7]. Eine positive Familienanamnese für eine mikrozytäre Anämie ggf. mit Ikterus deutet, insbesondere bei Patienten afrikanischen, mediterranen oder asiatischen Ursprungs, auf eine Hämoglobinopathie hin (-Thalassämie D56.0, -Thalassämie D56.1, Sichelzell--Thalassämie D57.2, HbE-Thalassämie D56). Ein chronischer Blutverlust, z. B. gastrointestinal bedingt oder bei Hypermenorrhoe, oder eine Malabsorption (evtl. mit Gedeihstörung einhergehend) und ein erhöhter Bedarf beim Wachstumsschub in der Pubertät kommen als Ursache des Eisenmangels in Frage.
9. Diagnostik und Therapie der sekundären Eisenüberladung bei Patienten mit angeborenen Anämien
AWMF 025-029 · S2k · Stand 03/2022 · Seite 19–20 von 45
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Der Ausschnitt thematisiert intensivierte Eiseneliminationstherapien bei unzureichendem Ansprechen auf Standardtherapien, was auf die Nutzerfrage eingeht.
Einige Patienten entwickeln trotz der verordneten Chelattherapie, meist aufgrund einer mangelnden Compliance, eine schwere Eisenüberladung. Zur raschen Detoxifikation (und anhaltenden Reduktion der Eisenüberladung) ist bei diesen Patienten eine intensivierte Eiseneliminationsbehandlung notwendig. Mögliche Therapieoption einer intensiven Eiseneliminationstherapie ist die kontinuierliche (24-stündige) subkutane, bei schweren Störungen intravenöse (über einen permanenten zentralvenösen Katheter) Infusionstherapie mit Deferoxamin (50).
10. Diagnostik und Therapie der sekundären Eisenüberladung bei Patienten mit angeborenen Anämien
AWMF 025-029 · S2k · Stand 03/2022 · Seite 18 von 45
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Der Ausschnitt thematisiert die orale Chelattherapie mit Deferipron als Alternative bei unzureichender Wirksamkeit anderer Therapien.
Deferipron ist ein oral zu verabreichender Chelatbildner (42, 43). Die aktuelle Zulassung schränkt die Indikation auf die Patienten mit Thalassaemia major ein, bei denen die Behandlung mit DFO „kontraindiziert oder inadäquat ist“. Außerdem ist Deferipron bei Patienten mit Thalassaemia major für die Kombination mit einem anderen Chelatbildner zugelassen, wenn eine Monotherapie mit einem Chelatbildner ineffektiv ist oder eine schwere und bedrohliche Eisenüberladung (vor allem des Herzens) dies erforderlich macht (44).