Anfragespezifische Suche in den AWMF-Leitlinien

Sollte eine schmerzlose Schwellung der Speicheldrüse zur Spezialklinik überwiesen werden?

10 Fundstellen aus 3 Leitlinien · Stand

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Fundstellen in den Leitlinien

1. Diagnostik und Therapie von Speicheldrüsentumoren des Kopfes

AWMF 007-102OL · S3 · Stand 08/2025 · Seite 21 von 86

Der Ausschnitt enthält eine konsensbasierte Empfehlung zur Überweisung bei schmerzloser Speicheldrüsenschwellung mit bestimmten Kriterien.

3.1Konsensbasierte Empfehlung2024
EKPatientInnen mit einer schmerzlosen Schwellung der Speicheldrüsen sollen bei Wachstumstendenz der Schwellung oder Zeichen der Malignität nach dem primären, ambulanten Arztkontakt zur weiteren Abklärung in eine spezialisierte Klinik überwiesen werden, die über eine Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und/oder Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde verfügt.
Starker Konsens

2. Diagnostik und Therapie von Speicheldrüsentumoren des Kopfes

AWMF 007-102OL · S3 · Stand 08/2025 · Seite 26 von 86

Der Ausschnitt beschreibt die empfohlene Bildgebungsdiagnostik bei Verdacht auf einen Speicheldrüsentumor, nicht die Überweisungspraxis bei schmerzloser Schwellung.

3.2 Bildgebung © Leitlinienprogramm Onkologie | Speicheldrüsentumoren | Langversion - 1.0 | Juli 2025 26 Bei dem klinischen Verdacht auf einen Tumor der großen Speicheldrüsen sollte nach der klinischen Untersuchung primär eine Ultraschalldiagnostik erfolgen. Bei auch bild- morphologischem Verdacht auf ein Malignom sollte sich eine MRT-Untersuchung der Halsweichteile mit der Akquisition nativer und kontrastmittelverstärkter Aufnahmen in axialer und einer zweiten hierzu senkrechten Ebene zur Beurteilung der Tumoraus- breitung und möglicher Malignitätskriterien erfolgen.

3. Diagnostik und Therapie von Speicheldrüsentumoren des Kopfes

AWMF 007-102OL · S3 · Stand 08/2025 · Seite 23–24 von 86

Der Ausschnitt thematisiert die bildgebende Diagnostik von Schwellungen der Speicheldrüsen, insbesondere die Abgrenzung verschiedener Ursachen und die Darstellung von Raumforderungen.

Zur differentialdiagnostischen Betrachtung anderer Ursachen einer Schwellung der großen Kopfspeicheldrüsen, wie z.B. der Sialadenitis bei Sialolithiasis, können aufgrund des hohen Anteils röntgendichter Bestandteile von Speichelsteinen diese in der Computertomografie gut dargestellt werden. Bei bösartigen Veränderungen hat sich darüber hinaus die Computertomografie des Thorax und des Abdomens zur initialen Ausbreitungsdiagnostik in Bezug auf Fernme- tastasen oder Ausschluss synchroner Zweittumoren bewährt. Die Magnetresonanztomografie eignet sich aufgrund des guten Weichteilkontrasts ebenfalls gut zur Darstellung von Raumforderungen der kleinen und großen Speichel- drüsen.

4. Radiologische Diagnostik im Kopf-Hals-Bereich

AWMF 039-093 · S1 · Stand 02/2021 · Seite 19 von 34 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen

Der Ausschnitt beschreibt radiologische Diagnostikoptionen bei Speicheldrüsenschwellungen, nicht aber Überweisungskriterien.

Speicheldrüsen

Speicheldrüse: SchwellungRöKISialographie kontraindiziert!
DVT/ LD-CTNKeine Indikation
CT*WAbszessverdacht (schneller als MRT, Ausbreitungsdiagnostik präoperativ). Bei KI für MRT.
MRTWV.a. Tumor oder Entzündung zum Staging (insbesondere tiefer Anteil der Gl. parotidea). Sialolithiasis, Sjögren-Syndrom: MR-Sialographie.
USPVerfahren der ersten Wahl zur Differenzierung von Entzündung, Tumor, Sjögren-Syndrom. Gangerweiterung, ggf. Darstellung echoreicher Konkremente
DSANKeine Indikation
NUKNKeine Indikation

5. Obstruktive Sialadenitis

AWMF 017-025 · S2k · Stand 11/2024 · Seite 13–14 von 26 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen

Der Ausschnitt thematisiert die Differenzialdiagnose bei Speicheldrüsenschwellungen, insbesondere die Unterscheidung zwischen obstruktiven und nicht-obstruktiven Ursachen wie Autoimmunsialadenitis.

Es gilt, primär nicht-obstruktive Sialadenitiden, z.B. die Autoimmunsialadenitis (M. Sjögren) von der primär obstruktiven Sialadenitis zu unterscheiden (38): keine Assoziation der Schmerzen zur Nahrungsaufnahme, selten akut auftretende Schwellung, in der Regel weniger Schmerzen, in der Sonographie keine Hinweise auf Gangerweiterung proximal der Obstruktion.

6. Obstruktive Sialadenitis

AWMF 017-025 · S2k · Stand 11/2024 · Seite 10 von 26 · ⚠ Gültigkeit abgelaufen

Der Ausschnitt beschreibt die typischen Symptome und die Anamnese bei obstruktiver Sialadenitis, inklusive schmerzhafter Schwellungen, und ist damit thematisch relevant für die Frage nach der Überweisung bei schmerzloser Schwellung.

Rezidivierende, typischerweise in Abhängigkeit zur Nahrungsmittelaufnahme auftretende, häufig schmerzhafte, entzündliche Schwellung einer Speicheldrüse, die über Stunden oder Tage anhält, sich bei Ausbleiben des Reizes zurückbildet, und im ungünstigen Verlauf zu einer akuten Sialadenitis führen kann. ### 7.2 Anamnese und Symptome Empfehlung zur Anamneseerhebung: Die Anamnese soll die Art, Intensität und Häufigkeit der Beschwerden und potentielle Komplikationen erheben.

7. Diagnostik und Therapie von Speicheldrüsentumoren des Kopfes

AWMF 007-102OL · S3 · Stand 08/2025 · Seite 29–30 von 86

Der Ausschnitt thematisiert die diagnostischen Herausforderungen bei Speicheldrüsentumoren, insbesondere die Schwierigkeit, die Dignität korrekt zu bestimmen, was für die Überlegungen zur Überweisung relevant ist.

rentialdiagnosen, darunter auch extrem seltene Entitäten in Erwägung gezogen wer- den müssen. Im Vergleich zu Tumoren der großen Speicheldrüsen, welche häufiger in toto exzidiert werden, erfassen die eingesandten Inzisionsbiopsate von Tumoren der kleinen Speicheldrüsen meist lediglich Anteile der Raumforderung, so dass bei Tumo- ren, deren Dignität am Vorliegen einer Stroma-/Gefäßinvasion oder Parenchyminfiltra- tion bestimmt wird, eine korrekte Diagnose erschwert oder sogar unmöglich sein kann. Darüber hinaus können anatomischen Gegebenheiten, insbesondere in der Gaumenregion, zu einer Fehldiagnose in Bezug auf die Dignität führen [31].

8. Diagnostik und Therapie von Speicheldrüsentumoren des Kopfes

AWMF 007-102OL · S3 · Stand 08/2025 · Seite 33–34 von 86

Der Ausschnitt thematisiert chirurgische Therapieoptionen bei Speicheldrüsentumoren und die Notwendigkeit einer präoperativen Aufklärung über mögliche Malignität, nicht aber die Überweisungsindikation bei schmerzloser Schwellung.

Voraussetzung für dieses Procedere ist, dass der Patient von vornherein über die Möglichkeit eines malignen Geschehens und das dann notwendige Vorgehen aufgeklärt wurde.

9. Diagnostik und Therapie von Speicheldrüsentumoren des Kopfes

AWMF 007-102OL · S3 · Stand 08/2025 · Seite 44–45 von 86

Der Ausschnitt behandelt chirurgische Therapie und Lymphknotenchirurgie bei bösartigen Speicheldrüsentumoren, nicht die Überweisung bei schmerzloser Schwellung.

Vorsatz. Bei Tumoren der sinunasalen Speicheldrüsen besteht schnell eine enge ana- tomische Nachbarschaft zur Periorbita, Schädelbasis und zur Dura. Liegt ein adeno- idzystisches Karzinom mit perineuralem Wachstum vor, ist eine vollständige Resek- tion häufig nicht realisierbar [79], [80], [81], [82].

10. Diagnostik und Therapie von Speicheldrüsentumoren des Kopfes

AWMF 007-102OL · S3 · Stand 08/2025 · Seite 43–44 von 86

Der Ausschnitt thematisiert die Häufigkeit maligner Tumoren in kleinen Speicheldrüsen und deren chirurgische Therapie, nicht jedoch die Überweisung bei schmerzloser Schwellung.

Die von den kleinen Speicheldrüsen und der Glandula sublingualis ausgehenden Raumforderungen stellen sich häufig als maligne heraus. Die chirurgische Resektion ist die primäre Therapie der Wahl und bezieht in der Regel umliegende Strukturen und Gewebe mit ein, die über die Grenzen der vom Tumor befallenen Speicheldrüsen hinausgehen.

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