Ist Paracetamol in üblicher Dosis während der gesamten Schwangerschaft sicher?
10 Fundstellen aus 7 Leitlinien ·
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Was die Fundstellen abdecken
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[1] beschreibt Paracetamol als Analgetikum der ersten Wahl in der Schwangerschaft und erwähnt die maximale Tagesdosis, [2] bestätigt die Anwendung von Paracetamol in üblichen Dosierungen während der gesamten Schwangerschaft und hebt hervor, dass keine negativen Auswirkungen auf Fehlbildungen bekannt sind, [10] betont, dass Paracetamol während der gesamten Schwangerschaft eingesetzt werden kann, jedoch mit möglichen Risiken für Verhaltens- und Entwicklungsstörungen, [4] weist darauf hin, dass Paracetamol nicht kontraindiziert ist, aber die Indikation streng gestellt werden sollte, [3] thematisiert die Pharmakotherapie in der Schwangerschaft allgemein, ohne spezifisch auf Paracetamol einzugehen, [5] erwähnt die Anwendung von Paracetamol und Opioden in der Schwangerschaft, [6] diskutiert mögliche negative Auswirkungen von Paracetamol auf die Nachkommen, [8] bezieht sich auf die Verbindung zwischen Paracetamol und Asthma beim Kind, [7] behandelt die Risiken von COX-2-Hemmern in der Schwangerschaft, [9] thematisiert die unzureichende Datenlage zu Antibiotika in der Schwangerschaft, was wenig zur Frage beiträgt.
Fundstellen in den Leitlinien
1.179-002l_S2k_Schwangerschaft-Geburt-Wochenbett-Querschnittlaehmung_2024-08.pdf — Seite 32–33 (Uebergang)
Paracetamol gilt als Analgetikum und Antipyretikum der ersten Wahl in allen Phasen der Schwangerschaft. Aufgrund der Hepatotoxizität sollte eine maximale Tagesdosis von 3g nicht überschritten werden. Eine längerfristige oder Dauertherapie mit Paracetamol sollte aber einer strengen Indikationsstellung unterliegen [120].
2.001-012l_S3_Analgesie-Sedierung-Delirmanagement-in-der-Intensivmedizin-DAS_2025-08-abgelaufen_01.pdf — Seite 90–91 (Uebergang)
...medikamentöse Behandlung notwendig werden, können im 1. und 2. Trimenon Ibuprofen und Paracetamol und während der gesamten Schwangerschaft Paracetamol eingesetzt werden. Hierbei ist zu beachten, dass in verschiedenen Studien die Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft mit einem gering erhöhten Risiko für Verhaltens- und Entwicklungsstörungen, asthmatischen Beschwerden und Hodenhochstand beim Kind in Verbindung gebracht worden ist [94, 95]. Ein ursächlicher Zusammenhang konnte bisher jedoch nicht bewiesen werden [96].
4.001-025l_S3_Behandlung-akuter-perioperativer-posttraumatischer-Schmerzen_2022-11.pdf — Seite 71–72 (Uebergang)
Die Gabe von Paracetamol in der Schwangerschaft ist zwar nicht kontraindi- ziert (und im letzten Trimenon nahezu das einzige NOPA, das verabreicht werden darf); die Indikation sollte aber streng gestellt, und die Dosis und Dauer der Gabe sollte so gering wie möglich gehalten werden.
5.001-012l_S3_Analgesie-Sedierung-Delirmanagement-in-der-Intensivmedizin-DAS_2025-08-abgelaufen_01.pdf — Seite 89–90 (Uebergang)
Erniedrigung der Plasmaproteinkonzentration, erhöhter Medikamentenmetabolismus in der Leber ohne Veränderungen des hepatischen Blutflusses, erhöhter renaler Plasmafluss). Dies führt zu Veränderungen der Distribution und Elimination von Pharmaka und beeinflusst so die Dosierung.
6.043-025l_S2k_Diagnostik_Therapie_Metaphylaxe_Urolithiasis_2019-07_1-abgelaufen.pdf — Seite 28
Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass eine intrauterine Paracetamol-Exposition mit urogenitalen/reproduktiven Störungen bei den Nachkommen in Verbindung gebracht werden kann (228, 229). Studien deuten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen pränataler Paracetamol-Exposition und einem erhöhten Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen, Atopie und Reproduktionsstörungen hin (230).
8.001-012l_S3_Analgesie-Sedierung-Delirmanagement-in-der-Intensivmedizin-DAS_2025-08-abgelaufen_01.pdf — Seite 98
Eine Behandlung mit Antibiotika während der Schwangerschaft ist oftmals unumgänglich, die Datenlage hinsichtlich Nutzen und Risiken ist jedoch absolut unzureichend.
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